Das flexible Interview

Schlagzeilen

Hinweis: Themenheft "Dyskalkulie-Therapie" der SZH, 6, 2012. Ebenso der Artikel: Beziehungshaltige Mathematik, SZH, 7-8, 2012

Teppich Einheitsdreiecke (Foto A. Galantino)

Neu Das Testsystem MKT1-9Neu: MKT1-9

Spielen und flexible Interviews

Kreative Forschungsmethode - Dialogische Bildung

"Dass wir mit der Mathematik etwas machen können, ist klar. Aber haben wir uns schon gefragt, was die Mathematik mit uns macht?"

Das flexible Interview wurde von Jean Piaget und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Erforschung der Entwicklung des Erkennens und Verstehens entwickelt. Die Ursprünge reichen zurück bis zur "Hebammenkunst" bei Platon und dem klinischen Interview der Psychiatrie. Sie ist weltweit im Einsatz in der Grundlagenforschung der Kognitionspsychologie und der Lernforschung (Clement, 2000). Die Methode besteht aus dem kreativen und kritischen Einsatz der Beobachtung, der Befragung, des Experiments und des Tests.

Diese Website bietet Informationen und Übungen an. Sie enthält vertiefende Aufsätze zur pädagogisch-psychologischen Arbeit, insbesondere zur Erforschung und Förderung des logisch-mathematischen Denkens. Sie lädt zu systemischen Perspektivenwechseln in der Psychologie und der Pädagogik ein.

Das flexible Interview (FI) öffnet den Unterricht für alle, es unterstützt die Prozess- und die Handlungsorientierung, es optimiert die Einsicht der Lehrpersonen in die Welterfahrung und die Denkwege der Kinder, und es macht neue Dimensionen der sozialen Beziehungen und der Rollen verständlich. FI fördert das Verstehen und relativiert den Stoffdruck. Die Methode erweist sich bei schweren Lern-, Verhaltens- und Befindlichkeitsstörungen als Türöffner und kreative Starthilfe für Projekte und Förderprogramme. Wirkungsstudien belegen die Erfolge seit mehreren Jahrzenten, so auch beim Konzept der 'cognitive acceleration'. Dieser Ansatz integriert Piaget und Wygotski.

Viele Entwicklungsprojekte und Aktionsforschungen sowie Kollaborationen trugen zur Pädagogisierung der kritischen Methode bei. Dabei veränderte sich die genetische Erkenntnistheorie. Sie wurde zur genetischen Erkenntnistheorie der systemischen, integrativen Pädagogik mit den Indikatoren der Entwicklung von Autonomie, Sozialisation und Kompetenz.

Ich danke Gianfranco Arrigo, Nicola Cuomo, Jean-Jacques Ducret, Herbert P. Ginsburg, Alexander Grob, Priska Hagmann, Alice Imola, Michel Perraudeau, Anne-Nelly Perret-Clermont, Leslie Smith, Stuart Twiss, Erich Ch. Wittmann, Gerald Wittmann sowie den Schulischen Heilpädagoginnen und den Schulpsychologen für die Anregungen und die Unterstützung. Möge die Zusammenarbeit dazu beitragen, dass das flexible Interview als Kulturgut Psychologie und Pädagogik bereichert. Ebenso danke ich der Fondation Jean Piaget für die Fotografien.

Die Website als Reader

 

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Stefan Meyer, Dozent HfH

09.12.2017

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